Archiv für Januar 2009

Masern in Europa wohl nicht bis 2010 ausgerottet

11 Januar 2009

“Die Masern werden aller Voraussicht nach nicht wie geplant bis zum kommenden Jahr in Europa ausgerottet sein, obwohl dies die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eigentlich als Ziel vorgegeben hatte.” – Masern in Europa wohl nicht bis 2010 ausgerottet – WHO-Ziel wird laut Experten verfehlt; 7. Januar 2009, 10:32, NZZ Online; Quelle der NZZ: The Lancet

Und wer ist schuld? Aktive oder passive Impfverweigerer! Natürlich sind Impfuingen nicht 100.00% ungefährlich, aber solange der Schaden für die Geimpften kleiner ist als der Verhinderte, sollte sich jeder impfen lassen, vgl. auch Impfreaktionen und -komplikationen – und zwar nicht nur für sich, sondern auch um andere zu schützen. Die NZZ berichtet weiter: “Jacques Kremer und Claude Muller kritisieren in einem Kommentar im Lancet zudem den europäischen Egoismus: “Ein ebenso drängendes Problem ist, dass Masern aus Europa exportiert werden – in Südamerika wurden bereits mehrere Ausbrüche durch Viren aus Europa ausgelöst.”"

Einfach mal erklärt: Creative Commons

11 Januar 2009

Das liefert der Wikipedia Artikel zu Creative Commons in einfachen Tabellen mit Erklärung (stark verkürzt) + Icons zu den Rechte-Modulen “Namensnennung”, “Nicht kommerziell”, “Keine Bearbeitung” und “Weitergabe unter gleichen Bedingungen” und den sechs aktuellen Lizenzen (Namensnennung + 1 oder 2 weitere Module), so mag ich das :-)

Phosphorbrandbomben und Schüsse auf Rotkreuzhelfer durch Israel?

11 Januar 2009

Es wurde behauptet, Israel setze Phosphorbrandbomben und schieße auf Rotkreuzhelfer, diese Aussagen stammen von Mats Gilbert, zu dessen Hintergründen ich folgenden Artikel empfehlen kann: Norwegischer Arzt im Gaza-Streifen – Radikaler Doktor; SZ vom 10.01.2009 und und ein Zitat aus “Der Konflikt der doppelten Standards“:

“Zu Recht wird Kritik daran geübt, dass die israelische Armee keinen freien Zugang für JournalistInnen zum Gaza-Streifen gewährt. Israel muss nun JournalistInnen nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofes des Landes den Zugang zum Gazastreifen ermöglichen. Für eine unabhängige Berichterstattung ist das unabdingbar. Gleichzeitig wird aber die Frage aufgeworfen, wo die Aufschreie blieben, als die Hamas mit Todesdrohungen ausländische JournalistInnen aus dem Gazastreifen vertrieben hat. Selbst nach der Inhaftierung des inzwischen wieder freigelassenen Kameramanns der ARD, Sawah Abu Saif, der von der Hamas unter dem Verdacht stand, der Fatah nahe zu sein, folgten nur wenige Reaktionen. Das Interesse der Hamas war es, unabhängige JournalistInnen zu vertreiben um selbst die Hoheit über die Berichterstattung aus dem Gazastreifen zu halten.”

Der Konflikt der doppelten Standards

11 Januar 2009

Seit der Ankündigung der Hamas, den Waffenstillstand mit Israel nicht zu verlängern, ist der kleine Küstenstreifen von der Größe Bremens wieder in den Mittelpunkt der Weltpolitik gerückt. Die humanitäre Lage im Gazastreifen für die 1,5 Millionen Menschen ist aufgrund der andauernden Blockade durch die israelische Armee dramatisch: Die lokale Ökonomie ist in sich zusammengebrochen, es gibt immer wieder Engpässe bei Strom, Treibstoff, Lebensmitteln, Medikamenten und Wasser, 80 Prozent der Bevölkerung – die Hälfte davon Kinder und Jugendliche – sind abhängig von internationalen Hilfsgütern. (1) Die UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay kritisierte im November 2008 die Blockade als Verletzung der internationalen Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts. (2) Durch die militärische Intervention der israelischen Streitkräfte hat sich die sowieso schon katastrophale Situation noch weiter verschlechtert. Die Blockade des Gazastreifens – das ist das Bedauerliche – ist von der Hamasführung und islamistischen Terrorgruppen zum Teil selbst verursacht oder billigend in Kauf genommen worden. Die Hamas greift mit ihren Raketen immer wieder gezielt die israelische Zivilbevölkerung an. Und sie benutzt die eigene Bevölkerung als Schutzschild bzw. platziert ihre Munitionslager und Abschussrampen gezielt in zivilen Wohnblocks. (3) Beides verstößt gegen die Genfer Konventionen (insbesondere gegen Art. 28, 29, 31-33). Über die Verhältnismäßigkeit der Mittel wird dieser Tage, wie seit Jahren, viel diskutiert.

Mit dem folgenden Diskussionspapier möchten wir innerhalb der GRÜNEN JUGEND und Bündnis 90/Die Grünen zum diskursiven Denken anregen, in einem komplexen Konflikt, in dem es nicht Gut und Böse oder einfache Lösungen gibt. Als junge, grüne und emanzipatorische Linke sehen wir uns in der historischen Verantwortung gegenüber Israel. Wir sehen dieses Bekenntnis nicht im Widerspruch zu grüner und linker Friedenspolitik sondern als Teil dieser. Wer mit der israelischen Politik im kritischen Diskurs stehen und Gehör finden möchte, kann dies nur glaubwürdig und effektiv, wenn sie oder er dies als FreundIn mit einem klaren Bekenntnis zum Staat Israel tut.
» Weiterlesen: Der Konflikt der doppelten Standards

There’s probably no god.

11 Januar 2009

Auf der Insel toben derzeit einige Menschen mit einer kollektiven Wahnvorstellung, weil an Bussen zu lesen ist: “There’s probably no god.” Stephen Green (Christian Voice) beschwerte sich dann erstmal beim Advertising Standards Authority, dass sei ja eine unzulässige Faktenbehauptung, die bewiesen werden müsste… Ich weiß zwar nicht, welchen Teil von “probably” er nicht verstanden hat, aber ich kann ja mal beweisen dass es Gott probably doch gibt… Quelle: Guardian; Atheist Bus Campaign is ‘offensive’, say complaints to ASA

Faulheit in den Genen / Verwundbarkeit des Menschen

11 Januar 2009

Wieder mal eine Erkenntnis aus dem Labor: Faulheit im Erbgut; Eigentlich ist der Mensch der geborene Langstreckenläufer. Doch lieber sitzt er auf dem Sofa und isst Chips. Der innere Schweinehund versteckt sich in unseren Genen. Von Sabine Sütterlin; 11. Januar 2009, NZZ am Sonntag – Wie alle Erkenntnisse aus der Genetik lässt sie sich zum Guten wie zum Schlechten einsetzen… Unsere technischen Möglichkeiten sind enorm, nur sind wir leider so weit davon entfernt sie auch einzusetzen, die soziale Entwicklung bleibt auf der Strecke und so erfrieren selbst in Großbritannien massenweise Menschen: Flu and winter freeze set to kill thousands

Technik, die begeistert: Mars Exploration Rover

11 Januar 2009

Bei all den Pannen, Problemen, Unfällen und sonstigen Schwierigkeiten in der Raumfahrt bilden die beiden Mars Exploration Rover, Spirit und Opportunity eine schöne und populäre Ausnahme (Weniger spektakulär: Völlig losgelöst – Forschen in der Schwerelosigkeit). Eigentlich sollten sie nur 90 Sols, also Marstage (in etwa so lang wie ein Erdentag), laufen – inzwischen sind es 5 Erdenjahre (mehr als 2.5 Marsjahre) und ein Ende ist nicht absehbar: “”I don’t see any reason why they cannot go on for years to come,” meint John Callas, der Projektmanager am NASA Jet Propulsion Laboratory in California, Quelle:
The Guardian Mars robot sets out on an epic trek – After five years’ work on the Red Planet, a probe has changed direction to make the longest land journey in space exploration

Ist die Ernennung Obamas Nachfolger im Senat illegal oder schreib die FR Mist?

2 Januar 2009

Eben las ich in meinem RSS Feed für die FR Politik: USA: Widerstand gegen Senator – Die Ernennung in Illinois durch den unter Korruptionsverdacht stehende demokratische Gouverneur Rod Blagojevich ist illegal.; 02.01.2009;
-> Im Artikel: Kein Wort von illegal oder etwas vergleichbares…

Im Vergleich hierzu schreibt die New York Times: Democrats Seek to Block Appointee – Senate Democrats said the Constitution gives them the power to block the Illinois governor’s pick, but some experts were not so sure; 31.12.2008
-> Im Artikel: Ob die Demokraten die Ernennung im Senat verhindern können ist laut Verfassungsrechtlern fraglich.

Was soll jetzt illegal an der Ernennung gewesen sein? Unterm Strich ist es egal, den “Illinois’ Innenminister Jesse White kündigte an, er werde Burris’ Ernennung nicht bestätigen.” (FR)

Wissenschaftsjournalismus / Religöse Konflikte

1 Januar 2009
  • Wissenschaftsjournalismus zwischen Mythos und Markt; 31. Dezember 2008, Neue Zürcher Zeitung; Von Heidi Blattmann
  • Why we can’t all just get along – Can science suggest what we could do when conflicts are over sacred values and not just material goods? Andrew Brown; guardian.co.uk, Wednesday 31 December 2008
  • Coming technological wonders

    1 Januar 2009

    Für beide Artikel gilt: Quelle: guardian.co.uk, Autor: James Randerson, science correspondent, Thursday 1 January 2009

  • Which technological wonders are set to change everything?; The world’s greatest thinkers have revealed the ideas and technologies they think will change the world forever. Now it’s our turn …
  • Leading thinkers predict technologies that will turn the world upside-down