“Kohlkinder” wie ich (Jahrgang 1982 oder später) haben die Drogen(tote)- und AIDS-Hysterie in den Jahren 1985-1990 nicht bewusst miterlebt. Gerade in Bayern, aber auch in Frankfurt am Main wurden Vorschläge wie die Internierung von infizierten Drogenabhängige und Prostituierte. Besonders lautstark war hier Staatssekretär Peter Gauweiler (CSU), Kritiker gingen soweit ihm zu unterstellen er würde ein “Aids-KZ” und eine “Art Endlösung” für Infizierte planen. Ich habe mir deswegen mal die Mühe gemacht das Spiegel Archiv nach entsprechenden Artikel zu durchsuchen, die Ergebnisse liefere ich euch hier. Ferner im Angebot: Eine Strafanzeige gegen Bundesanwalt Bruns, weil er Vergabe von Einmalspritzen an Fixer für rechtlich unbedenklich erklärte, die SPD fordert Heroin vom Staat (1992, die Umsetzung steht noch immer aus…) und die Cannabisurteile aus Lübeck und Karlsruhe (mit Zitaten von Jugendministerin Angela Merkel und dem guten alten Edmund Stoiber)…
Die Qualität der eingescannten Artikel ist teilweise suboptimal, im Zweifelsfall schaut euch einfach die PDF Dateien an.
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Archive for the ‘Drogen’ category
Drogenpolitik und AIDS vor 1995 im Spiegel Archiv
December 3rd, 2008Politik mit dem Hanfjournal – Heute zu Gast: Der Max
December 25th, 2006Das HanfJournal (wp:Hanfjournal) veröffentlich bei myspace inzwischen regelmäßig Videointerviews zum Thema (Drogen-)politik. Da gibt es z.B. eines mit dem Max oder auch mit Kollegen Georg Wurth vom DHV.
PS: hier gibt’s die akutelle Ausgabe des Hanfjournals, u.a. mit einem Artikel zur Frage: “Sand und Schuhcreme: Wie gefährlich sind Streckmittel im Haschisch?”
Nicht die Freigabe von Rauschgiften fordern wir …
December 8th, 2006Als Leserbrief an einige deutsche Zeitungen …
Julia Seeliger forderte in ihrer Rede, die mit dem Zitat “Nicht der Stoff ist das Problem, sondern die Prohibition.” bruchstückhaft wiedergegeben wurde, nicht wie angemerkt eine Freigabe von Rauschgiften. Die Grünen Jugend – deren Beschlußlage sie frei wiedergeben hat – fordert langfristig eine Legalisierung aller Drogen, allerdings in Verbindung mit der Schaffung eines regulierten Drogenmarktes. Durch die Illegalität ist dieser Markt heute „frei“ von staatlicher Kontrolle und deswegen die Quelle vieler Probleme. Es ist ein Faktum dass derzeit illegale Drogen im Falle eines kontrollierten Verkaufs mit gesicherter Qualität und Dosis ungefährlicher wären als heute. Ein legaler Verkauf ausschließlich in Drogenfachgeschäften mit Informations- und Beratungsangeboten wäre ein Ausweg aus der derzeitigen drogenpolitischen Sackgasse.
Die jüngst erschienen Artikel wie „Billiger Stoff sorgt für Rauschgift-Rekorde in Europa“ zeigen, dass es die milliardenteuere Prohibition nicht einmal schafft über eine Verknappung die Preise stabil zu halten. Auch zeigt der Vergleich nationaler Konsumprävalenzen, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Härte der Strafverfolgung und der Anzahl der DrogenkonsumentInnen gibt. In den Niederlanden wird unter jungen Leute weniger Cannabis konsumiert als beispielsweise in Deutschland oder Frankreich, obwohl es dort problemlos und legal erhältlich ist. Der War on Drugs, sollte endlich durch eine Regulierung beenden werden – den freien Markt haben wir heute schon.
Als Hinweise zum Weiterlesen:
30.11.2006: Zum letzte Woche erschienen “Jahresbericht 2006 über den Stand der Drogenproblematik” der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) erklärt der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND:
Warum die Tabakindustrie nie zugeben wird, dass Passivrauchen schädlich ist …
October 2nd, 2006Passive Smoking Presentation by the Verband Der Cigarettenindustrie at the Occasion of the Nma’s Workshop in Washington D.C. 830920 (http://tobaccodocuments.org/pm/2501021630-1639.html):
“The war declared on smoking [...] would become a deadly threat to the long-term survival Df our industry if passive smoking could be proven to be a real health hazard.”
Wir schneiden uns die Welt, wie sie uns gefällt …
August 23rd, 2006Die heutige (23.08.2006) Ausgabe der Ärzte Zeitung berichtet über eine neuen strangen Versuch die Volksgesundheit zu schützen: Da Rauchen laut WHO Definition grundsätzlich böse ist, sollen Tom und Jerry ein Rauchverbot bekommt – so fordert es zumindest die Regulierungsbehörde der britischen Unterhaltungsindustrie (Ofcom). Die Ofcom regierte auf Kritik mit dem Kommentar, dass alleine schon die “Möglichkeit eines Schadens” am Schneidetisch ausgeschlossen werden müsse. Aha, die Möglichkeit eines Schadens, das scheint ja wohl inzwischen ausreichend Argument für alle Arten der Zensur und Überwachung zu sein…
Das Ganze ist im übrigen keine neue Taktik, Zitat http://de.wikipedia.org/wiki/Tom_und_Jerry: “Neuveröffentlichungen sind heutzutage oft zensiert; sowohl bei TV-Ausstrahlungen wie auch auf den DVD-Veröffentlichungen wurden Gewaltstellen bzw. angeblich rassistische Stellen (z.B. wenn sich nach einer Explosion das Gesicht einer Person schwarz verfärbt) gekürzt.”
Cannabis als Medizin
March 3rd, 2006Grundlagen: Cannabis als Medizin – 12 Seiten kompakte und gute Informationen
Neuigkeiten:
An die Mitglieder des Forums auf der Webseite der ACM (cannabis-med.org)
Hallo,
ich möchte den Forumsteilnehmern eine schriftliche Frage des drogenpolitischen Sprechers der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Dr. med. Harald Terpe, an die Bundesregierung zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, sowie die Antwort der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Frau Marion Caspers-Merk, zur Kenntnis geben.
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